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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Fr 25. Sep 2009, 10:00 
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Helmlackierer
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Hallo Mathias
Schön das du mit denkst, aber das geht leider nicht. Zum Einen handelt es sich bei dem Rad wie beim Original um einen Sandguß, wo durch die Kanten nicht so sauber sind wie bei einem Kokillenguß. Zum Anderen ist das Rad an allen Stellen überdimensionier. Das heist aus Gründen der Schrumpfung beim Gießen ist der Rohling viel Größer als das Endresultat. Man sagt ca. 10% und mehr des Gewichtes gehen bei der Nachbearbeitung verloren. Das Felgenbett und auch das Felgenhorn müssen erst einmal in Form gebracht werden, damit es rund läuft. Darum kann man die Außenkanten leider nicht als Bezugspunkte nehmen. Wir müssen uns von innen nach außen arbeiten, geht leider nicht anders. Ich habe ein super Kompetenzteam von Meistern und Ingenieuren einer technischen Universität um mich rum, die sich einen Kopf machen, wie wir die Aufgabe lösen können. Macht ne menge Spaß und man lernt täglich was dazu. Normaler weise prüfen man dort verunglückte ICE Achsen oder entwickeln VW Kurbelgehäuse, Dreieckslenker von Autos incl. Rütteltest wegen der Haltbarkeit usw. Als ich dort zum ersten Mal persöhnlich war, konnte ich kaum glauben was dort alles für Maschinen, Werkzeuge, Magnesiumteile usw. zu sehen waren Wow1.gif Wow1.gif Wow1.gif der absolute Wahnsinn, dachte schon in einem Science-Fiction-Film gelandet zu sein. Die Führung incl. Erklärungen der Technologien war echt geil.
Viele Grüße
Fränki


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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Fr 25. Sep 2009, 11:14 
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jo, dann ist es ja gut
ich selber komm auch aus den bereich, nur isses halt ne FH und keine TU, Rütteltests machen wir auch man lernt viel dabei über Materialien

greets Mathias


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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Sa 10. Okt 2009, 11:05 
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Helmlackierer
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Langsam aber stätig geht es voran, Entwicklungsarbeit braucht seine Zeit. Nur noch ein paar Tage und der Prototyp sollte fertig sein.
Gruß
Fränki


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Campagnolo Rohling auf der Fräse.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2009, 16:14 
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Helmlackierer
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Jetzte gehts Rund 466.gif :lol:
Viele Grüße
Fränki


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Zuletzt geändert von Classic Performance am Sa 16. Jan 2010, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2009, 17:18 
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Klasse arbeit.
Hut ab.

_________________
Gruß
ELR-Racer#60
Wer später bremst ist länger schnell.


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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2009, 18:03 
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Knieschleifer
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Ich seh schon,
hier wird nicht gekleckert,........
weitermachen


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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2009, 21:28 
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Echt Hammer das Projekt !!
Wow1.gif Wow1.gif Wow1.gif Wow1.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 29. Okt 2009, 11:12 
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Helmlackierer
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Hi Jungs
Es geht für mich eine sehr aufregende Zeit mit einem gewissen mulmigen Gefühl der letzten zwei Wochen zu Ende. Ich habe nun nach vielem Tüfteln, mit meinem Feinmechanikermeister aus der TU, meinen Vorderrad Prototypen fertig. Es ist so, dass bis auf den letzten Schliff, was sich auf die Optig bezieht eigentlich alles Technische getan ist. Klar es ist so ohne Farbe noch ein wenig blaß um die Nase, aber die Kuststoffbeschichtung ist nur Schminke.
Ich habe die Felge in dieser Woche nun endlich in meinen Händen gehalten, bin mit großer Spannung und einem gewissen mulmigen Gefühl an meine Hoffmann Reifenwuchtmaschine gegangen. Trotz aller Theorie, kann die Praxis immer ganz ander ausfallen. Es geht um die Massen und die daraus resultierenden Unwuchten. Es ist nicht ganz einfach einen Sandgußrohling auf der Drehbank das Laufen zu lernen. Wenn dort nur um einige 10tel der Radlagersitz außermittig gefertigt wird und dazu passend der Außenring sprich Felgenhorn ? dann gute Nacht. Der gesamte Innenkranz, nebst Nabe und Speichen würde asymetrisch im runden Rad laufen und eine gewaltige Unwucht fabrizieren. Das war meine große Angst. Nun muß ich an dieser Stelle an meinen Feinmechanikermeister Mario Schulte und seiner Crew ein ganz dickes Lob aussprechen. Wir haben über jedes Problem discutiert, uns Zeit genommen und jedes Detail und Eventualitäten mit in Betracht gezogen dazu gehören hochkarätige Ingenieure der TU und Helfer. Die Bilder der Dreh und Fräsarbeiten konnte man hier in verschiedenen Arbeitsstufen sehen. Die haben wirklich alles gegeben. Ohne die wäre das Projekt sicherlich gescheitert.
Aber nun zurück zum Gang an die Wuchtmaschine. Ich habe die nackte Felge eingespannt und traute mich kaum auf Go zu drücken. Das Rad dreht und dreht und dreht, die Sekunden wurden zur Ewigkeit, dann Stopp........... Maschine rechnet....... Wow1.gif........ 10g.
Nun ist das Ventilloch mit Ventil noch nicht drin. Stelle gekennzeichnet, 8mm Loch gebohrt, Ventil an die Gegenüber liegende Seite eingeschraubt und Go. Ich dacht mir alles wird gut und so war es dann auch ....... stop und 0g. Ich habe anschließend die Felge auf meine alte mechanische Wuchte delegt, ihr wist schon die mit den sich überschneidenden Lagern und der Achse draufgelegt. Ich konnte das Rad in jeder Position drehen, es war keine Unwucht feststellbar.
Nun interessierte mich der Vorgang auch am Originalrad. Erst in die Maschine spannen,Go.........und...... 30g incl. Ventil. Nun sei gesagt, dass ein Schraubventil mit Verschlußkappe ein Gewicht von 12g hat. Wer nun mitgerechnet hat weiß wo wir liegen und wo die Originalräder waren. Auch auf meinem mechanischen Gerät war bei der original Felge ohne Ventil ein deutliches, schnelles nach unten ziehen an immer der gleichen Stelle zu verbuchen, was auf eine nicht unerhebliche Unwucht der original Felge schließen läßt. Mein Grinsen wurde immer breiter.
Dann schnell noch zwei Distanzbuchsen gedreht Reifen BT012 aufgezogen, hier 15g Unwucht des Reifens ausgeglichen und rinn dat Rad.
Bremssättel ausgechimt. Helm auf, Motor an und los. War das geil 466.gif 466.gif 466.gif
Als Testmaschine dient mir meine alte straßenzugelassene Martin Kawa von 85. Seit einiger Zeit mein treuer Gefährte
Alles hat funktioniert.
Ach ja ein paar schicke neue Bremsscheiben haben ich mir nebenbei gleich mit designt und gegönnt.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden
Euer Feinstaubproduzent
Fränki


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Zuletzt geändert von Classic Performance am Sa 16. Jan 2010, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 29. Okt 2009, 11:43 
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Knieschleifer
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_________________
Zuviel ist immer noch nicht genug
GS 1000 R


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 Betreff des Beitrags: Re: Campagnolo Räder im Nachguß
Neuer BeitragVerfasst: Do 29. Okt 2009, 17:35 
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Knieschleifer
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Fränki
Du alter Künstler,
und ne neue Forcella Fork'e war wohl auch noch bei über drugs.gif ,
wo gibt es sowas zu erwerben :?:

Gruß Matthias

Ps.Schöne MARTIN ................ falscher Motor :mrgreen:


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